KörperRaum™ Beckenboden-Diagnostik
Den Beckenboden verstehen. Funktion sichtbar machen.
Therapie gezielt planen.
Warum der Beckenboden mehr ist als ein Muskel.
Der Beckenboden beeinflusst Haltung, Atmung, Stabilität sowie die Funktion von Blase, Darm und Beckenorganen. Beschwerden entstehen häufig nicht isoliert, sondern durch das Zusammenspiel vieler Körpersysteme.
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Der Beckenboden arbeitet als funktionelles Netzwerk.
Der Beckenboden ist weit mehr als eine lokale Muskelgruppe – er ist das Fundament Ihrer Körperstatik. Als zentrales Bindeglied zwischen Unter- und Oberkörper beeinflusst er zahlreiche Strukturen und Funktionen.
Schon kleine Dysbalancen können Beschwerden an völlig unerwarteten Stellen auslösen – von Rücken und Hüfte über Kiefer und Kopf bis hin zu Atmung und Stimme.
Typische Wechselwirkungen bei Beckenboden-Dysbalancen:
Rücken-, Becken- und Leistenschmerzen
Kiefer- und Nackenprobleme, Zähneknirschen, Spannungskopfschmerzen
Flache Atmung durch mangelnde Zusammenarbeit mit dem Zwerchfell
Knieprobleme, Gangveränderungen, Fußfehlstellungen
Ganzkörperliche Spannungskette – von unten nach oben:
Fußgewölbe → Beinachsen → Hüfte → Beckenboden → Zwerchfell → Zungenbein → Kiefergelenk → Atlas → Schädelbasis → Kopfhaltung / Augenmuskulatur
Häufige Symptome bei Beckenboden-Dysbalancen
Unterkörper & Statik: Kreuzschmerzen, ISG-Beschwerden, Beckenschiefstand, Instabilitätsgefühl, Hohlkreuz, schweres Becken, X-/O-Beine, asymmetrisches Gangbild, Fußfehlstellungen
Rumpf & Oberkörper: Starre Brustwirbelsäule, flache Hochatmung, Schulterverspannung, eingeschränkte Stimmfunktion
Kopf & Kiefer: Kieferpressen, CMD, Spannungskopfschmerzen, Tinnitus
Spannung & Koordination: Unsicheres Stehen/Gehen, Koordinationsstörungen, Gestörtes Körpergefühl, Gefühl von „Abgetrenntsein“ im Beckenbereich
Beckenboden & Frauenheilkunde – typische funktionelle Symptome
Regelschmerzen: Krampfartige Schmerzen, Ziehen im Rücken oder in den Beinen durch erhöhte Muskelspannung und verminderte Durchblutung.
Zyklusbeschwerden: Unregelmäßigkeiten, Eisprungschmerzen, Verklemmungsgefühl im Unterbauch, beeinflusst durch fasziale Spannung und vegetatives Nervensystem.
PMS: Körperliche und emotionale Symptome wie Spannungsgefühl, innere Unruhe, depressive Verstimmung – oft verknüpft mit Beckenboden und Hormonregulation.
Schmerzen beim Sex (Dyspareunie): Verspannung, Enge- oder Brenngefühl – insbesondere bei hormonellen Veränderungen (Pille, Stillzeit, Wechseljahre).
Endometriose: Chronische Entzündungen führen zu überreiztem Beckenboden mit Triggerpunkten und Schmerzen – besonders beim Sitzen oder Gehen.
Nach Geburt / im Wochenbett: Druck- oder Senkungsgefühl, Dammschmerzen, Inkontinenz – häufig begleitet von Unsicherheit oder gestörter Körperwahrnehmung.
Wechseljahre: Hormonbedingte Gewebeveränderungen führen zu: Schleimhauttrockenheit, Schmerzen beim Sex, Reizblase, Inkontinenz, Instabilitätsgefühl, Rückenschmerzen
Fazit: Der Beckenboden ist funktional, hormonell und emotional stark vernetzt. Eine ganzheitliche Betrachtung ist Voraussetzung für nachhaltige Therapieerfolge.
Unsere Diagnostik besteht aus zwei sich ergänzenden Bausteinen.
KörperRaum™ Beckenboden-Ultraschall für Frauen und Männer
Strukturen sichtbar machen.
Mehr Informationen? Lies unsere Blogbeiträge:
KörperRaum™ Beckenboden-Ultraschall: Funktionelle Diagnostik für den weiblichen Beckenboden
KörperRaum™ Funktionelle Beckenbodenanalyse
Den Beckenboden verstehen. Funktion sichtbar machen.
Therapie gezielt planen, für Frauen und Männer mit Alonea Pelvic Tool® zur objektiven Beurteilung der Beckenbodenfunktion
Funktion objektiv messen.
Mehr Information? Lies unseren Blogbeitrag: KörperRaum™ Funktionelle Beckenbodenanalyse – Den Beckenboden objektiv messen und verstehen
Erst die Kombination beider Verfahren ermöglicht eine umfassende Beurteilung Ihres Beckenbodens. Natürlich können aber beide Verfahren auch einzeln gebucht werden.
Wann ist eine Beckenboden-Diagnostik sinnvoll?
Der Beckenboden beeinflusst weit mehr als Kontinenz. Er spielt eine wichtige Rolle für Stabilität, Haltung, Atmung, Bewegung sowie die Funktion von Blase, Darm und Beckenorganen.
Veränderungen entstehen häufig schleichend und bleiben lange unbemerkt. Eine funktionelle Beckenboden-Diagnostik hilft dabei, die Situation objektiv einzuschätzen und gezielt zu beurteilen.
Sie kann insbesondere sinnvoll sein bei:
Schwangerschaft
Zur Vorbereitung auf Schwangerschaft und Geburt sowie zur Beurteilung der Beckenbodenfunktion vor steigenden Belastungen.
Nach der Geburt
Zur Einschätzung von Regeneration, Muskelkoordination, Bauchwand und Beckenbodenfunktion.
Beckenschmerzen
Bei Schmerzen im Becken, Steißbein, Schambein oder im Bereich des unteren Rückens, wenn funktionelle Zusammenhänge vermutet werden.
Sport & Leistungsfähigkeit
Zur Beurteilung der Beckenbodenfunktion unter Belastung – insbesondere bei Lauf-, Sprung- oder Kraftsport.
Männergesundheit
Bei Beschwerden nach Prostataoperationen, Beckenbodendysfunktionen, Schmerzen oder funktionellen Einschränkungen.
Unsere Beckenboden-Diagnostik kombiniert mehrere Untersuchungsmethoden
Je nach Fragestellung setzen wir unterschiedliche diagnostische Verfahren ein. Nicht jede Untersuchung ist bei jedem Menschen notwendig. Unser Ziel ist es, genau die Methoden auszuwählen, die für Ihre Situation einen echten Mehrwert bieten.
Funktioneller Beckenboden-Ultraschall
- Beckenboden in Bewegung sichtbar machen
- Funktion unter Belastung beurteilen
- Bauchwand und Rektusdiastase beurteilen
objektive Dokumentation
Pelvic Tool Analyse
- Biofeedback
- Muskelkoordination
- Kraft, Ausdauer und Entspannung
Haltungs- und Bewegungsanalyse
Vaginale Funktionsuntersuchung (bei medizinischer Indikation und mit Ihrem Einverständnis)
- Muskelspannung beurteilen
- Narben und Gewebequalität beurteilen
- Triggerpunkte erkennen
Organbeweglichkeit einschätzen
Vaginale osteopathische Untersuchung (wenn sinnvoll)
- Beweglichkeit der Beckenorgane
- Faszien und Bänder
- Narben
- funktionelle Zusammenhänge im kleinen Becken
Wir begleiten den gesamten Weg – von der Diagnostik bis zur individuell passenden Therapie.
KörperRaum™ Beckenboden-Physiotherapie
Gezielte physiotherapeutische Behandlung zur Verbesserung von Kraft, Koordination, Entspannung und Funktion des Beckenbodens.
Geeignet bei:
- Inkontinenz
- Senkung
- Beschwerden nach Schwangerschaft und Geburt
- Sport
chronischen Beckenbeschwerden
KörperRaum™ Beckenboden-Osteopathie
Ganzheitliche osteopathische Behandlung des Beckens, der Faszien, der Bauchorgane und der funktionellen Zusammenhänge zwischen Beckenboden, Wirbelsäule, Zwerchfell und Nervensystem.
Geeignet beispielsweise bei:
- chronischen Beckenschmerzen
- Narben
- funktionellen Bewegungseinschränkungen
- Beschwerden nach Operationen
Steißbeinbeschwerden
Vaginale Osteopathie
(nur bei medizinischer Indikation und ausschließlich mit Ihrem Einverständnis)
Bei bestimmten Fragestellungen kann eine vaginale osteopathische Untersuchung und Behandlung sinnvoll sein.
Sie ermöglicht die Beurteilung und Behandlung von:
- Muskelspannung
- Triggerpunkten
- Narben
- Bändern
- Faszien
- Organbeweglichkeit im kleinen Becken
Diese Methode wird ausschließlich nach ausführlicher Aufklärung und nur mit Ihrem ausdrücklichen Einverständnis durchgeführt.
Interdisziplinäre Therapie
Je nach Befund kombinieren wir unterschiedliche Behandlungsmethoden.
Dazu können beispielsweise gehören:
- Physiotherapie
- Osteopathie
- vaginale Osteopathie
- Beckenbodentraining
- Biofeedback mit dem Pelvic Tool
- Atem- und Bewegungskonzepte
Zusammenarbeit mit Gynäkologie, Urologie oder weiteren Fachbereichen
KörperRaum™ Funktionelle Narbenbehandlung
Narben sind mehr als ein Hautbefund. Je nach Lage und Ausprägung können sie die Beweglichkeit von Faszien, Muskeln und Organen beeinflussen und funktionelle Spannungsmuster im gesamten Körper verändern.
Deshalb beurteilen wir Narben immer im Zusammenhang mit Ihrer individuellen Beschwerdesituation. Ist eine Narbe funktionell relevant, kann sie gezielt in das Behandlungskonzept integriert werden.
Je nach Befund können beispielsweise eingesetzt werden:
- Osteopathische Narbenbehandlung
- Fasziale Narbenmobilisation
- Neuraltherapeutische Narbenbehandlung (Narbenunterspritzung)
Integration in das individuelle Therapiekonzept
Geeignet beispielsweise bei:
- Kaiserschnittnarben
- Geburtsverletzungen
- Bauchoperationen
- Bauchspiegelungen
- Leistenoperationen
- Unfall- und Operationsnarben
- Funktionellen Beschwerden im Zusammenhang mit Narben
Gemeinsam für Ihre Beckenbodengesundheit
Kooperation mit dem Inkontinenz- und Beckenbodenzentrum der Universitätsfrauenklinik Ulm
Für bestimmte Fragestellungen arbeiten wir eng mit dem Inkontinenz- und Beckenbodenzentrum der Universitätsfrauenklinik Ulm zusammen.
Im Rahmen dieser Kooperation können unsere Patientinnen wenn medizinisch sinnvoll zur Pessaranpassung in der Universitätsfrauenklinik vorgestellt werden. Dadurch profitieren Sie von der engen Zusammenarbeit zwischen konservativer funktioneller Diagnostik und spezialisierter urogynekologischer Versorgung.
Unser Ziel ist es, jeder Patientin den diagnostischen und therapeutischen Weg zu ermöglichen, der ihrer individuellen Situation am besten entspricht.
Beckenboden im Fokus:
Warum Prävention und moderne Diagnostik den Unterschied machen
Der Beckenboden ist ein zentrales Element für unser Wohlbefinden – nicht nur nach der Geburt, sondern in allen Lebensphasen. Doch viele Frauen wissen wenig über die Bedeutung dieses sensiblen Muskelnetzwerks.
Im Artikel „Beckenboden im Fokus“ beleuchten Elke Sylvia Vogt und Ralf Vogt MSc., D.O., wie innovative Methoden wie die ultraschallgestützte Funktionsdiagnostik helfen, Beschwerden frühzeitig zu erkennen und gezielt zu behandeln. Erfahren Sie, warum gezielte Prävention, ein interdisziplinärer Austausch und individuelle Therapieansätze die Lebensqualität nachhaltig verbessern können.
Lesen Sie jetzt, wie moderner Praxisalltag und fundiertes Wissen Hand in Hand gehen – für Ihre Gesundheit und einen starken Beckenboden!
#TeamworkMakesTheDreamwork
Für eine zielgerichtete und erfolgreiche Beckenbodendiagnostik, -therapie und -training ist es entscheidend, den Menschen ganzheitlich zu betrachten – sowohl bei der Diagnose als auch während der Behandlung. Eine enge Zusammenarbeit verschiedener medizinischer Disziplinen, wie spezialisierte Urologen, Gynäkologen, Proktologen, Hebammen, Stillberaterinnen, Yogatherapeutien, sowie Beckenbodentrainer und Hebammen, die Geburtsvorbereitungs- und Rückbildungskurse anbieten, ist hierbei von großer Bedeutung. Alle Fachkräfte sind im Bereich der Beckenbodenfunktionsstörungen weitergebildet und bringen wertvolles Wissen in den Therapieprozess ein.
Jeder Fachbereich kann spezifische Probleme präzise erkennen, und gemeinsam entsteht ein optimal abgestimmter, interdisziplinärer Therapieplan.
Unten finden Sie unsere Kooperationspartner, mit denen wir eng zusammenarbeiten, um Ihnen die bestmögliche Betreuung zu bieten.
Mamaita Training Senden
MAMAfit Allgäu
Kontinenz und Beckenbodenzentrum Universität Ulm
H3O Fintness Memmingen
Beckenbodenzentrum Klinik Memmingen
Beckenbodenzentrum Rheinhessen
Blasenschwäche bei jungen, sportlichen Menschen – Ein unterschätztes Problem!
Blasenschwäche, auch als Harninkontinenz bekannt, wird oft mit älteren Menschen oder Frauen nach der Geburt in Verbindung gebracht. Doch eine aktuelle Studie der renommierten FaszienforscherInnen um Prof. Carla Stecco von der Universität Padua bringt überraschende Erkenntnisse ans Licht:
🚨 Überraschendes Studienergebnis:
👉 1/3 der jungen, sportlichen Männer leidet an Harninkontinenz!
👉 Ebenso betroffen sind Menschen mit sehr wenig körperlicher Aktivität.
Was bedeutet das?
Die Studie zeigt, dass sowohl übermäßige als auch unzureichende körperliche Aktivität das Risiko für Inkontinenz erhöhen können. Die schützende Balance liegt bei 5–10 Stunden moderater Aktivität pro Woche. Ein ausgewogenes Training schützt den Beckenboden und unterstützt die Blasenkontrolle.
Sportarten mit dem höchsten Risiko für Inkontinenz:
🏋️ CrossFit
🏋️ Krafttraining
🏃 Laufen
Diese Sportarten belasten den Beckenboden durch wiederholte, intensive Druck- und Stoßbelastungen. Ohne gezieltes Beckenbodentraining kann dies zu einer Schwächung der Muskulatur führen, die für die Blasenkontrolle entscheidend ist.
👉 Hier geht’s zur Studie:
📌 PubMed-Studie: Harninkontinenz bei sportlichen Männern

