KörperRaum™ Beckenboden-Ultraschall: Funktionelle Diagnostik für den weiblichen Beckenboden
Fachlich überarbeitet: Juli 2026
Wie moderner funktioneller Ultraschall dabei hilft, Senkungen, Inkontinenz, Beschwerden nach der Geburt und Funktionsstörungen des Beckenbodens präzise zu beurteilen.
Viele Frauen leiden unter Beschwerden wie Harnverlust, einem Druckgefühl im Becken, Schmerzen, einer Rektusdiastase oder Unsicherheit nach Schwangerschaft und Geburt. Häufig beginnt dann eine Therapie – ohne dass zuvor genau untersucht wurde, welche Strukturen betroffen sind und wie der Beckenboden tatsächlich arbeitet.
Genau hier setzt der KörperRaum™ Beckenboden-Ultraschall an.
Im Gegensatz zu einer rein tastenden Untersuchung ermöglicht der funktionelle Ultraschall, Muskeln, Organe und Bindegewebe in Bewegung sichtbar zu machen. Dadurch können wir erkennen, wie sich Blase, Gebärmutter, Harnröhre und Beckenboden unter Belastung verhalten und welche funktionellen Zusammenhänge hinter den Beschwerden stehen.
Unser Grundsatz lautet deshalb: Erst verstehen. Dann behandeln.
Warum reicht eine normale Untersuchung oft nicht aus?
Viele Beschwerden des Beckenbodens entstehen nicht allein durch eine Schwäche der Muskulatur, sondern durch ein komplexes Zusammenspiel aus Muskeln, Faszien, Bändern, Organen und deren Beweglichkeit. Eine Tastuntersuchung liefert dabei zwar wichtige Informationen, zeigt jedoch nicht, wie sich diese Strukturen unter Belastung tatsächlich verhalten.
Der KörperRaum™ Beckenboden-Ultraschall ermöglicht es uns, den Beckenboden in Echtzeit und in Bewegung zu beobachten. So können wir beispielsweise beurteilen, wie sich Blase, Harnröhre oder Gebärmutter beim Husten, Pressen oder Anspannen bewegen und ob Hinweise auf eine Senkung, eine unzureichende Stabilisierung oder andere funktionelle Veränderungen bestehen.
Besonders wertvoll ist die Kombination aus struktureller und funktioneller Diagnostik. Während der Ultraschall die Anatomie sichtbar macht, ergänzen wir ihn – je nach Fragestellung – durch unsere KörperRaum™ Funktionelle Beckenbodenanalyse, eine osteopathische Untersuchung oder weitere diagnostische Verfahren. Erst aus dieser Gesamtschau entsteht ein individuelles Bild deiner Beschwerden.
Denn unser Ziel ist nicht nur zu erkennen, dass Beschwerden vorhanden sind, sondern vor allem warum sie entstanden sind. Genau diese Informationen bilden die Grundlage für eine gezielte und sinnvolle Therapie.
Unser Grundsatz lautet: Erst verstehen, wie dein Beckenboden funktioniert dann gemeinsam die passende Therapie auswählen.
Was macht den KörperRaum™ Beckenboden-Ultraschall besonders?
Der KörperRaum™ Beckenboden-Ultraschall ist weit mehr als eine klassische Ultraschalluntersuchung. Unser Ziel ist nicht nur, anatomische Strukturen sichtbar zu machen, sondern ihre Funktion unter realen Bedingungen zu beurteilen.
Während viele Untersuchungen den Beckenboden ausschließlich in Ruhe betrachten, analysieren wir die Strukturen in Bewegung. So erkennen wir, wie sich Blase, Gebärmutter, Harnröhre und Beckenboden beim Husten, Pressen, Anspannen oder Entspannen tatsächlich verhalten.
Ein besonderer Vorteil unseres diagnostischen Konzepts: Je nach Fragestellung untersuchen wir den Beckenboden sowohl im Liegen als auch im Stehen. Gerade unter Belastung wirken andere Kräfte auf den Beckenboden als in Rückenlage. Senkungen oder funktionelle Veränderungen werden deshalb häufig erst im aufrechten Stand vollständig sichtbar. Die Kombination beider Untersuchungspositionen ermöglicht eine deutlich realitätsnähere Beurteilung der Beckenbodenfunktion.
Besonders wichtig ist uns die Verbindung von moderner Bildgebung mit klinischer Erfahrung. Deshalb betrachten wir den Ultraschall niemals isoliert, sondern immer im Zusammenhang mit deiner Anamnese, deinen Beschwerden und – wenn sinnvoll – weiteren funktionellen Untersuchungen.
Der KörperRaum™ Beckenboden-Ultraschall ermöglicht unter anderem:
- dynamische Untersuchung des Beckenbodens in Bewegung
- Untersuchung im Liegen und im Stehen – für eine funktionelle Beurteilung unter unterschiedlichen Belastungsbedingungen
- Beurteilung von Blase, Harnröhre und Gebärmutter
- Erkennen von Senkungen und funktionellen Veränderungen
- Erkennen von Geburtsverletzungen
- Beurteilung einer Rektusdiastase und der Bauchwand
- objektive Dokumentation des Ausgangsbefundes
Verlaufskontrollen während der Therapie
So schaffen wir die Grundlage für eine individuell abgestimmte Behandlung.
Welche Strukturen können untersucht werden?
Mit dem funktionellen Ultraschall lassen sich zahlreiche Strukturen des weiblichen Beckenbodens beurteilen.
Dazu gehören unter anderem:
- Blase
- Harnröhre
- Gebärmutter
- Beckenbodenmuskulatur
- Bauchwand
- Rektusdiastase
- Narben nach Kaiserschnitt oder Operationen
Beweglichkeit der Beckenorgane
Durch die dynamische Untersuchung erkennen wir nicht nur, wie eine Struktur aussieht, sondern auch, wie sie sich unter Belastung verhält. Gerade diese funktionellen Informationen sind für die Therapieplanung oft entscheidend.
Bei welchen Beschwerden ist der KörperRaum™ Beckenboden-Ultraschall sinnvoll?
Der KörperRaum™ Beckenboden-Ultraschall eignet sich besonders zur funktionellen Diagnostik vor und nach Schwangerschaft und Geburt. In dieser Lebensphase verändert sich der Beckenboden erheblich. Eine gezielte Untersuchung hilft dabei, die individuellen Veränderungen zu verstehen und die passende Therapie auszuwählen.
Besonders häufig setzen wir den funktionellen Beckenboden-Ultraschall ein bei:
Schwangerschaft
- Vorbereitung auf die Geburt
- Beurteilung der Beckenbodenfunktion während der Schwangerschaft
- Beschwerden im Becken oder Beckenring
- Druckgefühl im Becken
Unsicherheit beim Training in der Schwangerschaft
Nach der Geburt
- Kontrolle der Rückbildung
- Belastungsinkontinenz
- Druck- oder Fremdkörpergefühl
- Verdacht auf Gebärmutter-, Blasen- oder Darmsenkung
- Geburtsverletzungen und Narben
- Dammverletzungen
- Beschwerden nach Kaiserschnitt
- Rektusdiastase
- Schmerzen im Beckenboden
- Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
Unsicherheit beim Wiedereinstieg in Sport oder körperliche Belastung
Weitere Einsatzgebiete
Der funktionelle Beckenboden-Ultraschall kann darüber hinaus auch sinnvoll sein bei:
- chronischen Beckenbodenbeschwerden
- wiederkehrenden Blasenbeschwerden
- unklaren Beschwerden des Beckenbodens
Verlaufskontrollen während einer Therapie
Nicht jede Frau benötigt dieselben Untersuchungen. Deshalb stimmen wir den diagnostischen Umfang immer individuell auf deine Beschwerden, deine Lebenssituation und deine persönlichen Ziele ab.
Wie läuft der KörperRaum™ Beckenboden-Ultraschall im KörperRaum™ ab?
Bereits vor deinem Termin beginnt die Diagnostik. Du erhältst von uns einen ausführlichen Anamnesebogen sowie einen zusätzlichen Beckenboden-Anamnesebogen. Dadurch können wir deine Beschwerden, deine Vorgeschichte sowie deine persönlichen Ziele bereits im Vorfeld kennenlernen und den Untersuchungstermin optimal vorbereiten.
Während des Termins bleibt dadurch mehr Zeit für das Wesentliche – die eigentliche Diagnostik und die gemeinsame Besprechung der Befunde.
Nach einem ausführlichen Gespräch erfolgt – wenn medizinisch sinnvoll und von dir gewünscht – zunächst eine vaginale Funktionsuntersuchung (Palpation). Sie liefert wichtige Informationen über Muskelspannung, Kraft, Koordination, Narben, Schmerzpunkte und die Funktion des Beckenbodens.
Anschließend führen wir den KörperRaum™ Beckenboden-Ultraschall durch. Die Ultraschalluntersuchung erfolgt nicht vaginal, sondern schonend über den Damm (transperineal). Je nach Fragestellung untersuchen wir den Beckenboden sowohl im Liegen als auch im Stehen, da viele funktionelle Veränderungen unter Belastung oder im aufrechten Stand deutlich besser sichtbar werden.
Individuelle Diagnostik statt Standardprogramm
Nicht jede Frau benötigt dieselben Untersuchungen. Deshalb stellen wir die Diagnostik immer individuell zusammen.
Je nach Beschwerden empfiehlt es sich, den KörperRaum™ Beckenboden-Ultraschall direkt mit unserem zweiten Baustein der Beckenbodendiagnostik – der KörperRaum™ Funktionellen Beckenbodenanalyse – zu kombinieren. Sie ergänzt den Ultraschall um objektive Informationen zur Kraft, Koordination, Ausdauer und Entspannungsfähigkeit der Beckenbodenmuskulatur.
Ebenso kann – abhängig vom Befund – eine osteopathische Behandlung sinnvoll sein. Ob eine klassische osteopathische Untersuchung oder eine vaginale osteopathische Behandlung empfohlen wird, entscheiden wir gemeinsam während des Termins und orientieren uns dabei immer an deinen Beschwerden und den Untersuchungsergebnissen.
In bestimmten Situationen können zusätzlich weitere Maßnahmen sinnvoll sein, beispielsweise:
- Neuraltherapie
- Narbenbehandlung bzw. Narbenunterspritzung
- individuelle manuelle Behandlungstechniken
Je nach Fragestellung können im weiteren Verlauf außerdem folgende diagnostische oder therapeutische Bausteine ergänzt werden:
- Frauen-KörperRaum™-Diagnostik
- KörperRaum™ Funktionelle Beckenbodenanalyse
- Beckenboden-Physiotherapie
- Labordiagnostik
- Herzratenvariabilitätsanalyse (HRV)
KörperRaum™ Funktionelle Regulationsdiagnostik
So entsteht kein standardisierter Untersuchungsablauf, sondern ein individuelles Diagnostik- und Therapiekonzept, das sich an deinen Beschwerden, deinen Zielen und deiner persönlichen Lebenssituation orientiert.
Warum ist die Kombination verschiedener Untersuchungen so wichtig?
Beschwerden des Beckenbodens haben häufig mehrere Ursachen gleichzeitig. Eine Gebärmuttersenkung kann beispielsweise mit einer verminderten Muskelkoordination, einer Rektusdiastase, Narben nach einem Kaiserschnitt, einer eingeschränkten Organbeweglichkeit oder Veränderungen des Bindegewebes zusammenhängen.
Keine einzelne Untersuchung kann alle diese Aspekte vollständig erfassen.
Deshalb kombinieren wir – je nach Fragestellung – verschiedene diagnostische Verfahren miteinander.
Der KörperRaum™ Beckenboden-Ultraschall macht die anatomischen Strukturen sowie ihre Bewegung unter Belastung sichtbar.
Die KörperRaum™ Funktionelle Beckenbodenanalyse ergänzt diese Informationen durch objektive Messungen der Muskelkraft, Koordination, Ausdauer und Entspannungsfähigkeit des Beckenbodens.
Eine osteopathische Untersuchung – klassisch oder, wenn medizinisch sinnvoll und von der Patientin gewünscht, auch vaginal – liefert darüber hinaus weitere wichtige funktionelle Informationen. Dabei beurteilen wir unter anderem die Beweglichkeit von Organen, Faszien, Bändern, Narben und Geweben sowie das Zusammenspiel des gesamten Beckens. Häufig entstehen gerade hier entscheidende Hinweise auf die eigentlichen Ursachen der Beschwerden, die weder im Ultraschall noch durch eine reine Muskelmessung vollständig sichtbar werden.
Erst die Kombination aller relevanten Befunde ermöglicht ein umfassendes Verständnis der individuellen Situation. Auf dieser Grundlage entwickeln wir einen Therapieplan, der nicht auf Vermutungen, sondern auf einer fundierten Diagnostik basiert.
Häufige Fragen zum KörperRaum™ Beckenboden-Ultraschall
Tut die Untersuchung weh?
Nein. Die funktionelle Ultraschalluntersuchung erfolgt von außen über die Haut und ist in der Regel schmerzfrei. Sie ist schonend und gut verträglich.
Muss der Ultraschall vaginal durchgeführt werden?
Nein. Der KörperRaum™ Beckenboden-Ultraschall erfolgt grundsätzlich von außen. Eine vaginale Untersuchung wird nur dann durchgeführt, wenn sie medizinisch sinnvoll ist und du ausdrücklich einverstanden bist.
Kann eine Gebärmuttersenkung im Ultraschall erkannt werden?
Ja. Durch die Untersuchung in Bewegung können Hinweise auf eine Gebärmuttersenkung oder andere Veränderungen der Beckenorgane sichtbar gemacht und objektiv dokumentiert werden.
Kann auch eine Blasensenkung erkannt werden?
Ja. Der funktionelle Ultraschall eignet sich sehr gut, um die Lage und Beweglichkeit der Blase sowie Veränderungen unter Belastung zu beurteilen.
Kann eine Rektusdiastase beurteilt werden?
Ja. Mit dem Ultraschall können sowohl die Bauchwand als auch eine Rektusdiastase beurteilt werden. Dies liefert wichtige Informationen für die Therapieplanung.
Ist die Untersuchung nach einer Geburt sinnvoll?
Gerade nach Schwangerschaft und Geburt liefert der funktionelle Beckenboden-Ultraschall wertvolle Informationen über die Regeneration des Beckenbodens und kann helfen, die Rückbildung individuell zu begleiten.
Ist der Ultraschall auch für Verlaufskontrollen geeignet?
Ja. Da die Untersuchung objektiv dokumentiert werden kann, eignet sie sich hervorragend, um Veränderungen während einer Therapie sichtbar zu machen und den Therapieverlauf zu beurteilen.
Was kostet der KörperRaum™ Beckenboden-Ultraschall?
Die Kosten richten sich nach dem individuellen diagnostischen Umfang. Wichtig zu wissen ist: Der Ultraschall ist bei uns meist Teil einer umfassenden funktionellen Diagnostik und wird nicht isoliert betrachtet. Erst die Kombination aus Untersuchung, therapeutischer Auswertung und – wenn sinnvoll – weiteren diagnostischen Verfahren ermöglicht eine fundierte Beurteilung und eine individuell abgestimmte Therapieplanung. Gerne beraten wir dich persönlich, welche Diagnostik in deiner Situation sinnvoll ist.
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