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Pessartherapie – gezielte Unterstützung nach der Geburt

Nach der Geburt vollbringt der weibliche Körper eine enorme Regenerationsleistung. Nicht nur Muskeln und Faszien, auch Organe und Bindegewebe müssen ihren Platz und ihre Stabilität neu finden.
Dabei spielt der Beckenboden eine zentrale Rolle – er trägt, stützt, reguliert und verbindet.

Doch manchmal braucht er etwas zusätzliche Unterstützung, um wieder in seine natürliche Funktion zu kommen.

Eine Möglichkeit dafür ist die Pessartherapie, die wir in enger Kooperation mit dem Beckenbodenzentrum der Universitätsklinik Ulm (Prof. Dr. Deniz) anbieten.

Feine osteopathische Handarbeit – Unterstützung bei Koliken, Schlaf und Stillproblemen

Warum der Beckenboden nach der Geburt besondere Aufmerksamkeit verdient

Während Schwangerschaft und Geburt wird der Beckenboden stark beansprucht – durch Dehnung, Druck, hormonelle Einflüsse oder operative Eingriffe wie einen Kaiserschnitt.

Dadurch kann das feine Zusammenspiel zwischen Beckenboden, Zwerchfell und Bauchwand vorübergehend aus dem Gleichgewicht geraten.

Typische Beschwerden in den ersten Wochen und Monaten können sein:

  • Druck- oder Fremdkörpergefühl im Becken

  • Blasen- oder Darmbeschwerden

  • Instabilität beim Stehen, Husten oder Tragen

  • Rückenschmerzen oder Spannungsgefühle im Unterbauch

Hier gilt: Nicht alles muss sofort trainiert werden.
Oft ist zunächst Stabilisierung gefragt – und genau dabei kann die Pessartherapie eine wertvolle Unterstützung sein.

Was ist ein Pessar?

Ein Pessar ist ein individuell angepasstes, medizinisches Hilfsmittel aus weichem, körperverträglichem Silikon. Es wird in die Scheide eingeführt und stützt dort sanft die Beckenorgane – ganz ohne Druck oder Einschränkung.
Man kann sich das Pessar wie eine weiche innere Stütze vorstellen, die Blase, Gebärmutter und Darm entlastet, bis sich das Bindegewebe und die Muskulatur wieder ausreichend gekräftigt haben.

Es gibt verschiedene Formen (z. B. Ring-, Würfel- oder Schalenpessar),
die individuell an Anatomie, Beschwerden und Lebenssituation angepasst werden.
Die Anpassung erfolgt durch Fachärzt:innen, meist Gynäkolog:innen, und wird regelmäßig kontrolliert.

Ein Pessar kann dauerhaft oder vorübergehend getragen werden – je nach Zielsetzung, z. B.:

  • zur Entlastung in der Rückbildungsphase

  • als sanfte Unterstützung bei Senkungsbeschwerden

  • zur Stabilisierung bei Sport oder körperlicher Belastung

  • als Teil einer ganzheitlichen Beckenbodenrehabilitation

Wie ein Pessar wirkt – und warum es sinnvoll sein kann?

Ein Pessar stabilisiert und entlastet – es ersetzt kein Training, schafft jedoch die Voraussetzung, damit sich Strukturen regenerieren können.

Durch die sanfte innere Unterstützung kann:

  • der Körper sich neu organisieren
  • Spannung abgebaut werden
  • das Bindegewebe besser durchbluten
  • Vertrauen in die eigene Körpermitte zurückkehren

Ziele der Pessartherapie:

  • Entlastung von Blase, Gebärmutter und Darm
  • Förderung der Durchblutung und Geweberegeneration
  • Unterstützung bei Senkungsbeschwerden oder Instabilität
  • Vorbereitung auf gezieltes Beckenbodentraining

Die Anpassung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit unserem Kooperationspartner
Prof. Dr. Deniz und wird – je nach Situation – gynäkologisch begleitet.

Kombination mit Osteopathie & Naturheilkunde

Ein Pessar kann seine Wirkung nur dann vollständig entfalten, wenn auch die umgebenden Strukturen – Muskeln, Faszien, Organe und das vegetative Nervensystem – wieder harmonisch zusammenarbeiten.

Deshalb kombinieren wir die Pessartherapie häufig mit:

  • osteopathischen Behandlungen für Becken, Zwerchfell und Wirbelsäule

  • sanfter Narbenregulation nach Kaiserschnitt oder Dammriss

  • naturheilkundlicher Unterstützung zur Förderung von Gewebe- und Hormonbalance

So kann sich der Körper von innen heraus stabilisieren – nicht durch Druck, sondern durch Regeneration.

Beispiel: Eine Frau hat nach der Geburt ein Senkungsgefühl und Instabilität. Ein Pessar schafft sofort Entlastung. Parallel reguliert die Osteopathie Zwerchfell, Becken und Bauchwand – und Naturheilkunde unterstützt Stoffwechsel & Gewebe. Das Ergebnis: Stabilität kehrt zurück, und Training wird wieder möglich.

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Fazit – Sanfte Stabilität für Körper & Vertrauen

Die Pessartherapie ist kein Ersatz für gute Rückbildung oder Körperwahrnehmung.
Sie ist ein hilfreicher Zwischenschritt auf dem Weg zurück zu innerer und äußerer Stabilität.

Sie schenkt Frauen nach der Geburt Entlastung, Sicherheit und das Gefühl, wieder in ihrer Mitte ankommen zu können.

🧡 Euer Wohlbefinden liegt uns am Herzen – wir sind für euch da.
Herzlichst, dein Team von KörperRaum Osteopathie, Naturheilkunde & Physiotherapie Vogt

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Naturheilkundliche Frauenheilkunde – sanft & individuell begleitet

Unsere Öffnungszeiten

Termine können Sie mit unseren Mitarbeiterinnen Frau Karin Huber und Frau Alexandra Baur persönlich oder per Telefon an folgenden Zeiten vereinbaren

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14:30 Uhr – 18:00 Uhr