Gebärmuttersenkung nach der Geburt: Symptome erkennen, gezielt behandeln, langfristig stärken.
Die Geburt eines Kindes ist ein großartiges Ereignis – für Herz, Kopf und Körper. Besonders Letzterer leistet dabei Enormes. Kein Wunder also, dass sich manche Strukturen danach erst einmal wieder stabilisieren müssen. Eine Gebärmuttersenkung ist eine der häufigsten Folgen, wenn der Beckenboden überdehnt wurde. Und das Gute: Es gibt sanfte, wirksame Hilfe.
Gebärmuttersenkung nach der Geburt: Was passiert im Körper?
Die Gebärmutter wird im Becken durch Bänder, Bindegewebe und die Muskulatur des Beckenbodens in ihrer Position gehalten. Nach einer Schwangerschaft und Geburt kann es durch die starke Dehnung dieser Strukturen zu einer Schwächung kommen. Infolgedessen verliert die Gebärmutter an Halt und sinkt nach unten ab. Dabei spricht man von einer Senkung (Descensus uteri).
Je nach Ausprägung kann diese Senkung unterschiedlich stark sein: von einer leichten Absenkung, die kaum Beschwerden verursacht, bis hin zum tiefen Vorfall der Gebärmutter, bei dem diese in die Scheide hineinragt oder sogar aus ihr heraustritt (Gebärmuttervorfall). Auch Blase und Enddarm können betroffen sein.
Ursachen: Warum kommt es zu einer Gebärmuttersenkung?
Schwangerschaft und vaginale Geburt
Mehrfachgeburten oder kurze Geburtsabstände
Starkes Pressen oder lange Geburtsphasen
Große Babys oder instrumentelle Entbindungen (z. B. Saugglocke)
Veranlagung zu schwachem Bindegewebe
Symptome einer Gebärmuttersenkung richtig deuten
Druck- oder Fremdkörpergefühl in der Scheide
Ziehen im unteren Rücken oder Unterleib
Schwierigkeiten beim Wasserlassen oder Stuhlgang
Harninkontinenz oder häufiger Harndrang
Diese Anzeichen sind nicht immer eindeutig – bei Unsicherheiten lieber frühzeitig Rücksprache mit einer spezialisierten Fachperson halten.
Pessartherapie nach der Geburt: Sanfte Stabilität für deinen Beckenboden.
Wenn wir ein überdehntes Band am Sprunggelenk ruhigstellen, warum nicht auch den beanspruchten Beckenboden? Genau hier setzt die Pessartherapie an.
Ein Pessar ist ein kleines, weiches Hilfsmittel, das in die Scheide eingesetzt wird und dort unauffällig die Beckenorgane stützt. Frühzeitige Versorgung kann Beschwerden lindern und die Rückbildung fördern. Das bestätigt auch eine aktuelle Studie von Deniz et al. (2023) (Archives of Gynecology and Obstetrics): Die Pessartherapie verbessert die Lebensqualität und stabilisiert nachweislich die Organlage im Becken.
Besonders wirksam ist die Kombination mit sanftem Beckenbodentraining – individuell abgestimmt und erst nach Freigabe.
Ganzheitliche Rückbildung: Was ist nach der Geburt zusätzlich sinnvoll?
Ultraschallgestützte Beckenboden-Diagnostik: Sichtbarmachen, wie Muskeln und Organe arbeiten
Tastbefund durch erfahrene Fachkräfte: Spannungsmuster erkennen
Osteopathie nach der Geburt: Ganzheitliche Mobilisation und Regeneration
Vaginale Osteopathie: Besonders wohltuend bei Narben oder innerer Spannung nach Geburtsverletzungen
Diese Maßnahmen helfen dir, wieder gut in deinem Körper anzukommen.
Beckenboden schonen & stärken: Alltagstipps für junge Mütter.
Das hilft deinem Körper jetzt:
Viel Ruhe, vor allem im Wochenbett 🛏️
Regelmäßiges Hochlagern des Beckens (z. B. ein Kissen unter das Becken)
Stuhlgang nicht herauszögern – ballaststoffreich essen, viel trinken 🥦💧 und ggf. einen Fußhocker nutzen
Baby ergonomisch tragen, schweres Heben vermeiden 💪❌
Sanfte physiotherapeutische oder osteopathische Begleitung
Womit du lieber noch wartest:
Intensives Beckenbodentraining – erst nach Freigabe
Sportarten mit hoher Druckbelastung (Joggen, Trampolin)
Eigendiagnosen – lieber frühzeitig professionelle Einschätzung einholen
Wie entwickelt sich eine Senkung weiter?
Leichte bis mittlere Senkungen können sich bei gezielter Unterstützung und Schonung wieder deutlich verbessern. Wichtig ist es, den Körper nicht zu überfordern und passende therapeutische Begleitung zu nutzen. Bleiben Beschwerden bestehen oder verschlimmern sich, sollte eine fachärztliche oder physiotherapeutische Abklärung erfolgen.
Warnzeichen wie zunehmender Druck, Schmerzen, Blutungen oder das Heraustreten von Gewebe sollten immer ernst genommen werden.
Termin zur Pessaranpassung für unsere Patientinnen
In Kooperation mit dem Inkontinenz- und Beckenbodenzentrum der Frauenklinik der Universität Ulm (Leitung: Prof. Dr. Miriam Deniz) bieten wir monatlich ein begrenztes Kontingent für frischgebackene Mamas zur individuellen Pessaranpassung an.
Das brauchst du dafür:
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Eine Überweisung von deiner Gynäkologin oder deinem Gynäkologen
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Einen Termin – den vereinbaren wir für dich
Die Anpassung erfolgt durch das spezialisierte Team der Frauenklinik mit viel Erfahrung und Fingerspitzengefühl.
🧡 Fazit: Du darfst dir Unterstützung holen
Eine Gebärmuttersenkung ist kein Tabuthema, sondern eine natürliche Reaktion auf eine große körperliche Leistung. Es lohnt sich, frühzeitig hinzuschauen und den Körper in seiner Rückbildung zu unterstützen. Mit einem Pessar, sanften Therapien und viel Verständnis.
👉 Du möchtest wissen, ob es Hinweise auf strukturelle Veränderungen oder Verletzungen gibt oder ob eine Senkung sichtbar ist?
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Herzlichst 🧡 Dein Team von Körperraum Osteopathie, Naturheilkunde und Physiotherapie Vogt 🙂
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